Ganzheitlich - Körper, Geist & Seele

Nicht nur bei der Entstehung von Krankheiten, sondern immer sind Körper, Seele und Geist gemeinsam wechselseitig wirksam. Diese tiefe Wahrheit drängt sich aber nicht auf, meist nehmen wir nur eine der drei Instanzen wahr. Stellen Sie sich ein symmetrisches, gleichseitiges Dreieck vor. Dessen drei gleich lange Seiten stellen Körper, Geist und Seele dar. Dieses einfache Bild soll verdeutlichen, dass alle drei wechselseitig miteinander verbunden sind, jeder mit jedem. Körper, Seele, Geist sind alle drei miteinander verknüpft, jeder Teil beeinflusst die jeweils beiden anderen und wird umgekehrt ebenso von diesen beeinflusst. Angesichts der allseitigen Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und Seele entsteht der Eindruck, sie seien alle drei gleichberechtigte Partner. Jeder wirkt auf jeden, aber das heißt noch lange nicht, dass ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis vorherrscht. Gerade die psychosomatische Medizin macht deutlich, dass Geist und Seele als „Chefs“ auftreten gegenüber dem ausführenden, „angestellten“ Körper. Was sich in der Medizin Psychosomatik nennt und dort kaum Beachtung findet, offenbart eigentlich ein universelles Schöpfungs- bzw. Erschaffung-Prinzip: Alle dem Geist und der Seele zugehörigen Instanzen wirken stark auf den Körper und „Dinge“ ein, ja erschaffen sie sogar. Alle Bücher der sog. bewussten Realitätserschaffung beruhen auf diesem Grundgedanken. Die Wirkung in der umgekehrten Richtung fällt deutlich schwächer aus. „Der Körper folgt dem Geist.“ Dass Immaterielles, Energetisches, Feinstoffliches auf Körper und Materie einwirkt und sie erschafft, ist ein universelles Lebensprinzip. Es zeigt sich daher auch in der Medizin. Das Erschaffung-Prinzip wirkt immer und überall, wir alle sind Erschaffer unseres eigenen Lebens, jeden Tag. Bewusst und unbewusst. Überlegen Sie mal, wie z.B. ein Haus entsteht. Zuerst ist da der Wunsch, der Wille und der Plan, ein Haus zu bauen. Erst dann und nur deswegen wird in späteren Schritten Stein auf Stein gelegt und das tatsächliche, materielle Haus entsteht. Analog entstehen Krankheiten und Gesundheit. Meine Heilmethoden spezialisieren sich auf Energien, geistiges Heilen, Reikimassagen, Chakramassagen, Ritualmassagen & angenehmer Seelen und Ritualarbeit. Folglich bergen sie ein großes Heilungspotential. Denn in allen Prozessen mache ich mir Meditation, Atmung und Entspannung zunutze, um Blockaden zu lösen und damit Krankheiten aufzulösen. Dahinter stehen Prozesse, die nicht immer einfach sind und in einigen Fällen eine Weile dauern können. Muster, negative Emotionen und Ängste sind Haupt Verursacher der meisten Krankheiten. Zusätzlich zum Körper, Verstand, Spiritualität, Psyche und Seelenwesen bestimmt unser Menschsein noch etwas: Das ist Energie & der Energiekörper. Reiki und Massagen sind meine Spezialgebiete. (Geistiges Heilen durch Handauflegen und körperliche Heilung durch Berührungen). Als verantwortliche Krankmacher sind die Seele (Psyche und Energien) und Spiritualität gleichzeitig die Gesundmacher. Eine ganzheitliche Medizin integriert möglichst viele dieser Mitspieler. Psychotherapie, psychologische Astrologie, Traumdeutung und ganzheitliche Lebensberatung haben sich bewährt. Ob mit diesen von mir bevorzugten Methoden oder anderweitig: Ganzheitliche Medizin sollte auf möglichst viele Krankheitsverursacher eingehen, ohne den Körper zu vergessen. Denn was bringt eine ganze Handvoll Medikamente, wenn Sie den Organen Schaden zufügen! Hier ist ein umdenken angebracht und kann sehr logisch betrachtet werden. Es gibt viele Studien über alle unterschiedlichen Heilungsmethoden und auch viele Studien über Nebenwirkungen von Medikamenten. Jeder Fortschritt hat seine Daseinsberechtigung, aber die körperliche und geistige Gesundheit eines Menschen, der Geschöpfe sollte immer im Vordergrund stehen.

Chakrasystem und Meridane

Befinden sich Chakren und Meridiane in Harmonie, versorgen sie den gesamten Körper optimal mit Lebensenergie und wir fühlen uns wohl. Durch traumatische Erfahrungen oder heftige Gefühle wie z.B.negative Emotionen, Angst, Eifersucht, Verletzungen, usw. kann es zu Blockaden der Chakren und/oder der Meridiane kommen. Durch kommt es zur Disharmonie des Energieflusses. Eine Harmonisierung der Chakren und das Auflösen der Blockaden in den einzelnen Meridian bewirkt, dass unsere Lebensenergie wieder frei fließen kann und dass sich Körper, Geist und Seele wieder im Einklang befinden. Die Harmonisierung des Energiefeldes hat sehr oft positive Auswirkungen auf unsere „Lebensumstände“. (siehe dazu auch „Geistige Gesetze). Für die Harmonisierung der Chakren und Meridiane habe ich unterschiedliche Methoden zur Verfügung, welche ich ganz individuell auf Dich abstimme. *Massagen, Akupressur, Pranayama Atmung, Yoga und Meditation. Fastenkuren und Wanderung. Was sind Chakren? Chakren sind Energie- und Bewusstseinszentren im menschlichen Körper, durch die die kosmische Lebensenergie aufgenommen, gesammelt und für körperliche und seelische Prozesse zur Verfügung gestellt wird. Sie sind anatomisch nicht festlegbar, sondern befinden sich als Energiewirbel in der menschlichen Aura. Die Chakren können Organfunktionen, Kreislauf und Hormontätigkeit usw. beeinflussen und wirken sich auch auf unsere Gedanken und Gefühle aus. Es gibt insgesamt sieben Hauptchakren: Wurzelchakra -1. Chakra (Farbe Rot, Lage: Steißbein, Beckenboden) Sexualchakra – 2. Chakra (Farbe Orange, Lage: Kreuzbeingegend, oberhalb der Geschlechtsorgane) Solarplexus – 3. Chakra (Farbe Gelb, Lage: oberhalb des Nabels) Herzchakra – 4. Chakra (Farbe Grün, Lage: Brustmitte) Halschakra – 5. Chakra (Farbe Blau, Lage Kehlkopfbereich) Drittes Auge – 6. Chakra (Farbe Dunkelblau, Indigoblau, Lage: zwischen den Augenbrauen) Kronenchakra – 7. Chakra (Farbe Weiß, Violett, Gold, Lage: am Scheitelpunkt des Kopfes) Das Chakrasytem noch tiefer betrachtet, so ist jedes Chakra mit einer höheren Seele und Tönen verbunden. Was sind Meridiane? Meridiane sind Energiebahnen, durch die unsere Lebensenergie (Qi) fließt. Die symmetrisch angeordneten Meridiane sind miteinander vernetzt und stellen ein funktionelles System dar. Dadurch ist es möglich, dass die verschiedenen Regionen unseres Körpers – bis zur letzten Zelle – mit Energie versorgt werden. Blockierte Meridiane führen daher zu Störungen im Energiefluss und können Krankheiten auf körperlicher oder seelischer Ebene verursachen. Es gibt insgesamt 12 Hauptmeridiane. Die Lehre der Meridiane ist die Grundlage nahezu jeder chinesischen Therapiemethode. Auch im Yoga kennt man Energiebahnen, dort werden sie allerdings als „Nadis“ bezeichnet. Auf diesen soll nach Ansicht der Yogis das Prana zirkulieren. Prana kann man wie Qi als Lebensenergie bezeichnen, die alle unsere Körperfunktionen und vieles darüber hinaus erfüllt. In meinen älteren Videos habe ich die Meridiane manchmal als „feine Drähte“ oder Kabel bezeichnet, ähnlich einem Nervensystem. Die Meridianverläufe sind nach neuesten Forschungen in den Faszien des Körpers zu finden. Als Faszien bezeichnet man das Bindegewebe des Körpers, welches Organe und Muskeln umhüllt und für Stabilität und gleichzeitig Flexibilität im Körper sorgt. Somit haben Meridiane keine eigene Struktur, wie das ein „Draht“ hätte. Vielmehr sind sie Veränderungen innerhalb der Faszienstruktur entlang definierter Zug– und Kraftlinien. Meridiane — das unsichtbare Netz Meridiane sind Verbindungen der Organe untereinander und zu anderen Körperstrukturen. Sie verbinden das Äußere des Körpers mit dem Inneren und sie regeln die gesamten Körperfunktionen. Selbst auf die Psyche haben sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Dieser kann positiv oder negativ sein. Fließt das Qi frei durch die Meridiane sind wir psychisch ausgeglichen, stabil und belastbar. Kommt es zu Störungen in diesem Fluss, so fühlen wir uns unwohl und können mit dem Auftreten verschiedenster emotionaler Probleme rechnen. Dabei muss es sich durchaus nicht um eine psychische Erkrankung im klassischen Sinne handeln. Wobei dies natürlich auch möglich ist. Aber auch Gefühle wie Stress, Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Ohnmacht, Trauer, Sorge, Scham, Wut und Depression können auf eine Dysbalance in unserem Energiesystem zurückgeführt werden. Jeder Meridian ist einem Funktionskreis zugeordnet. Diese Funktionskreise werden auch als Elemente bezeichnet. Es gibt 5 Elemente und somit 5 Funktionskreise. Diese sind Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall.

Spiritualität und Hingabe

Mediation, Yoga, Element und Natur-Rituale, Raunächte. Mondzeremonien, Jahresseitenzeremonien, Räucherungen, Schamanismus, Astrologie und Traumdeutung, Seelenarbeit & mediale Medizin sind ein großer Teil meiner, eigenen Spiritualität. Alles zu hinterfragen und spielerisch, sanft zu erforschen ein anderer Teil, und ich nenne es Hingabe. Es reicht mir eben nicht, das Problem zu lösen, ich will wissen, was es ausgelöst hat, um es dann aufzulösen. Entwickle eine Praxis, in der du dich als Wesen bestmöglich entwickeln kannst und wohlfühlst. Diese Praxis beginnt in dir. Ich begann mit Meditation und Traumdeutung. Meditation ist so alt und über so viele verschiedene Kulturen hinweg verbreitet, dass es schwierig ist, die Entstehung genau zurückzuverfolgen. Über Dinge intensiv nachzudenken und sich zu besinnen, ist wahrscheinlich eine Praxis, die so alt wie die Menschheit selbst ist. Doch wann gab es die ersten Zeichen von wirklich klassisch meditierenden Menschen? Um 3500 – 5000 v. Chr. entstanden in Indien die ersten Höhlenmalereien, die heute noch erhalten sind und auf eine Kultur der Meditation hindeuten. Auf ihnen sieht man Menschen in Meditationshaltung, mit halb geschlossenen Augen sitzen, scheinbar in tiefe Kontemplation versunken. Experten gehen davon aus, dass sich um diese Zeit die Praxis der Meditation wirklich entwickelt hat. Es ist jedoch auch möglich, dass Meditation schon lange davor – in den Zeiten von Jägern und Sammlern – von großer Bedeutung war. So denken manche, dass Meditation ihren Ursprung schon weit vor der Entstehung jeglicher Zivilisation hat. Das erste wirklich eindeutige Zeichen auf eine Meditationspraxis der Menschen finden wir jedoch erst 1500 v. Chr. in den Veden. Durch sie entstand die erste Tradition der Meditation, die bis heute noch erhalten ist. In ihrer Entstehungszeit war Meditation eine Übung für religiöse Menschen und Wandermönche, die sich für ihre Praxis oft in Höhlen zurückzogen und dort tiefe Kontemplation übten. Wie die ersten Techniken aussahen, können wir nur erahnen. Wahrscheinlich waren es einfache Formen der Mantrameditation, des Starrens oder der Konzentration auf eine abstrakte Vorstellung. Doch auch hieraus können wir nicht entnehmen, wie lange es Meditation schon gibt. Bevor die Veden schriftlich verfasst wurden, waren ihre Inhalte bereits Teil der Kultur und wurden mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Wir können also davon ausgehen, dass es Meditation in irgendeiner Form schon sehr lange davor gegeben hat und sich erst mit der Zeit klare Traditionen und religiöse Übungen daraus gebildet haben. Achtsamkeit ist die einfache menschliche Fähigkeit, präsent zu sein. Wer achtsam ist, der lebt im gegenwärtigen Moment und ist sich seiner Umgebung und sich selbst vollkommen bewusst. Obwohl Achtsamkeit eine Fähigkeit ist, die für alle Menschen auf ganz natürliche Weise abrufbar ist, können wir sie doch trainieren. Achtsamkeitsmeditation ist das gezielte Üben dieser Fähigkeit – das bewusste Eintauchen in den natürlichen Zustand der Achtsamkeit. Einfach gesagt besteht die Achtsamkeitsmeditation aus dem nicht-bewertenden Beobachten unserer direkten Erfahrungen: den Sinneseindrücken, Gedanken und Emotionen. Wie genau funktioniert Achtsamkeitsmeditation? Achtsamkeitsmeditation zielt auf die Entwicklung von drei Fähigkeiten ab: Konzentration, Klarheit und Gleichmut. Konzentration ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit bewusst auf etwas zu richten und sie willentlich, solange man will, dort zu halten. Dazu gehört auch, den Bereich der Aufmerksamkeit auf einen ganz kleinen Punkt eingrenzen zu können. Klarheit beschreibt die Intensität, mit der wir unsere Erfahrungen wahrnehmen. Kleine Details, die sich oft unserer bewussten Wahrnehmung entziehen, rücken mehr in den Vordergrund. Es ist, als würde man die Sinneseindrücke in einer höheren Auflösung erleben. Gleichmut ist eine Geisteshaltung, in der wir weder bevorzugen noch ablehnen. Egal ob sich uns eine angenehme oder unangenehme Erfahrung offenbart – wir begrüßen sie gleichermaßen und akzeptieren sie. Um diese Entwicklung zu erleichtern, nimmt man sich für die formelle Achtsamkeitsmeditation nur einen kleinen Teil der gesamten gegenwärtigen Erfahrung und übt mit diesem. Für gewöhnlich besteht dieser Teil aus den Körperempfindungen – entweder aus allen oder nur aus einem kleinen Teil von diesen. Am verbreitetsten ist die Achtsamkeitsmeditation mit den Körperempfindungen, die durch den Atemfluss entstehen. So kann man sich beispielsweise auf die Körperempfindungen konzentrieren, die beim Atmen in der Nase oder im Bauch entstehen. Auf diese Empfindungen richtet man seine ganze Aufmerksamkeit und probiert, sie so genau wie nur möglich zu spüren. Das war’s. Mehr ist es nicht. Mehr Spirit für dein Leben!

Das Paradies ist kein Ort, wo man hingeht,
sondern ein Bewusstseins-Zustand.

Der Körper folgt immer dem Geist und nur so wirst du ein zufriedenes und glückliches Leben führen, indem du beginnst in dir zu forschen und an dir zu arbeiten, anstatt im außen zu suchen.

Love, Peace & Harmony!
- Madeleine Wirth

Körper, Energie, Qualität & Spirit

Nachhaltigkeit, Qualität und die grundlegenden Unternehmenswerte Spirit bilden die Grundlage für unsere Vision.

Nachhaltigkeit heißt: Unser Unternehmen übernimmt Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter. Der Schlüssel dazu ist Gesundheit für Körper-Seele-Geist und perfekt abgestimmte Produkte und Lösungen.

Die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche unserer Kunden haben einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung unserer Produkte – und auf hohe Qualitätsstandards. Deshalb erarbeiten wir auch individuelle Konzepte für unsere Kunden und nutzen möglichst nur Natur und vegan Produkte.

Jeder Körper und jede Seele ist einzigartig und genau so arbeiten wir - immer individuell und abgestimmt auf jede einzelne Person. Denn was für den einen gut ist, ist für den anderen vielleicht unangenehm. Wir nehmen uns Zeit für Sie, ihn und jedes Lebewesen.



Das Paradies ist kein Ort,
sondern der Zustand des Geistes.
Und wenn Ihr Geist gesund ist, dann wird es Ihrem Körper auch sehr viel besser gehen.
Denn der Körper folgt dem Geist.

Geht es Ihnen innerlich gut, werden Sie die Veränderung im außen merken.
Nutzen Sie mal alle Ihre Sinne - Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Hören, bewusst leben, Intuition nutzen.

1. Der Tastsinn

Das physische Organ des Tastsinns sind die verschiedenen Tastrezeptoren der Haut. Der Tastsinn vermittelt uns unser inneres Selbsterleben an der Körpergrenze durch Berührung. Wohlgefühl und Geborgenheit durch zärtlichen Körperkontakt werden damit wahrgenommen. Als kindliche Erfahrung entwickelt sich so Urvertrauen oder Existenzvertrauen. Hier macht der Mensch die Erfahrung: Loslassen-Können ist genauso wichtig wie auf den Arm nehmen. Was diesen Sinn stört sind Berührungen oder Übergriffe ohne Respekt vor der seelisch-leiblichen Integrität des Menschen, Alleingelassen fühlen oder Überfürsorge; ausschließlich äußere Versorgung (Absicherung), ohne wirkliche innere Annahme der Person. All diese Aspekte lassen sich sowohl auf kindliches Erleben, als auch auf (Liebes-)Beziehungen übertragen.

2. Der Gleichgewichtssinn

Der physische Sitz des Gleichgewichtssinns ist das Vestibularorgan im Innenohr und das Gleichgewichtszentrum im Kleinhirn. Dieser Sinn dient zur Feststellung der Körperhaltung und Orientierung im Raum. Rudolf Steiner hält den Gleichgewichtssinn für sehr bedeutend für die Entwicklung von mathematischer Begabung. Orientierungssicherheit im Raum führt zu Ausgeglichenheit, dem Finden von Ruhepunkten und bildet die Grundlage für ein stabiles Selbstvertrauen, das innere Gleichgewicht. Bewegungsarmut kann somit zu innerer Unruhe und Rastlosigkeit, Depression, Resignation und innerer Zerrissenheit führen. Wenn ein Mensch „den Boden unter den Füßen verliert“, ist das ein Hinweis auf ein seelisches Ungleichgewicht, der einen Zusammenhang von Gleichgewichtssinn und seelischer Verfassung andeutet.

3. Der Bewegungssinn

Der physische Sitz des Bewegungssinns sind die Propriorezeptoren in der Muskulatur. Die Medizin bezeichnet diesen Sinn als Tiefensensibilität. Mit dem Bewegungssinn nehmen wir unsere eigenen Bewegungen wahr. Ein guter Bewegungssinn ermöglicht Freiheitserlebnisse und Gefühl der Selbstbeherrschung durch die Beherrschung des Bewegungsspiels. Wenn durch fehlende körperliche Aktivität dieser Sinn wenig stimuliert wird, kann dies zu einer inneren Passivität und Antriebsschwäche führen. Gerade beim Kind sind es die Bewegungen, der Eigenbewegungssinn, der die Grundlage der Nachahmung und damit des Lernens bildet.

4. Der Lebenssinn

Der physische Sitz des Lebenssinns ist das vegetative Nervensystem. In der Medizin wird die weitgehend unbewusste Wahrnehmung der Organtätigkeit als Viszerozeption bezeichnet. Der Lebens- oder Vitalsinn ermöglicht es uns, uns als lebende, körperliche Wesen wahrzunehmen. Der Lebenssinn gibt ein Gefühl davon, in welcher Verfassung der gesamte Organismus ist. Dieser Sinn warnt uns, wenn etwas im Körper nicht stimmt, wenn ein Mangel zu groß wird oder Krankheit droht. Er unterstützt Behaglichkeit und Harmoniegefühle. Ein gleichmäßiger Tagesablauf, Lebensqualität und innere Ordnung fördern diesen Sinn. Er wird meist erst dann deutlich spürbar, wenn etwas die Harmonie des Körpers stört. Mattigkeit und Energielosigkeit sind Wahrnehmungen des Lebenssinns. Gewalt, Angst, Hektik, Streit stören den Lebenssinn nachhaltig.

Die zweite Sinnesgruppe sind die Umgebungssinne.
Mit ihnen nehmen wir nicht mehr schwerpunktmäßig uns selbst, sondern ganz besonders auch unsere Umwelt wahr. Zu den Umgebungssinnen gehören der Wärmesinn, der Sehsinn, der Geschmackssinn und der Geruchssinn.

5. Wärmesinn

Der physische Sitz des Wärmesinns sind die Wärme- und Kälte-Rezeptoren. Er vermittelt das Wärme- und Kälte-Erleben. Der Wärmesinn hindert uns fortwährend daran, dass wir gleichgültig werden. Dieser Sinn ist nicht nur durch die Temperaturrezeptoren zu befriedigen, sondern (wenn wir den rein physikalischen Bereich verlassen) auch durch die Verbreitung seelischer und geistiger Wärme. Analog dazu können hochsensible Menschen übertriebene oder unechte Herzlichkeit und Kaltherzigkeit sehr gut wahrnehmen.

6. Sehsinn

Der physische Sitz des Sehsinns ist das Auge. Er vermittelt ein Empfinden von und für Farben, von Hell und Dunkel und das nicht nur auf der physischen Ebene. Dieser Sinn bildet einen Teil der umfassenden visuellen Wahrnehmungen. Hier vermischen sich die Wahrnehmungsebenen, über die hochsensitive Menschen verfügen: Düstere Stimmungen und finstere Gedanken können sie oft wahrnehmen. Gegenüber allem Grellen (Protzigen) sind sie empfindlich und farblos-triste Umgebungen beeinflussen sie meist ebenso. Der Sehsinn ist vielleicht der intensivste und offen-sichtlichste Sinn, denn mit ihm wird quantitativ am meisten wahrgenommen.

7. Geschmackssinn

Der physische Sitz des Geschmackssinns ist die Zunge. Er vermittelt differenzierte Geschmackskompositionen aus süß, sauer, salzig, bitter. Dieser Sinn wird auch als „gustatorische Wahrnehmung“ bezeichnet. Die gesamte Geschmacksempfindung ist allerdings ein komplexes Zusammenspiel des eigentlichen Geschmackssinns und des Geruchssinns, gemeinsam mit Tast- und Wärmesinn aus der Mundhöhle. Dieser Sinn hat eine wichtige Funktion der Gesunderhaltung: Schlechte Geschmäcker erzeugen Ekel und schützen so vor Vergiftungen. Auch hier ist die Analogie zum psychischen Erleben leicht: Wir sprechen von einer „geschmackvollen Umgebung“ oder einem „geschmackvollen Menschen“, wenn uns diese angenehm sind. Bei diesem Sinn ist die Prägung des Wahrnehmenden sehr deutlich und die Eindrücke haben einen sehr subjektiven Charakter.

8. Geruchssinn

Der physische Sitz des Geruchssinns ist die Riechschleimhaut der Nase. Er vermittelt die olfaktorische Wahrnehmung, die Wahrnehmung der Gerüche. Gleich den Tönen und Farben haben die Gerüche enormen Einfluss auf die Seelenwelt. Der Mensch nimmt durch den Geruchs-Sinn die feinsten Substanzen der Umwelt wahr. Die Geruchsempfindung ist natürlich stark subjektiv, denn Gerüche wirken sehr tief in uns und sprechen unmittelbar und direkt unsere Gefühle an. Sie können leicht uralte Kindheits-Erinnerungen in uns wecken oder großen Ekel hervorrufen. Man kann sich Gerüchen kaum entziehen, denn sie strömen einfach mit der Atem-Luft in uns hinein. Deshalb sind Geruchswahrnehmungen für Hochsensible oft recht belastend, denn Gerüche können sehr leicht aufdringlich auf sie wirken. Mit der stark gefühlsbeeinflussenden Wirkung weist das Riechen auf seine Verwandtschaft zum instinkthaften Wahrnehmen der Tiere hin.

Die dritte Gruppe ist für hochsensible und hochsensitive Menschen wohl die interessanteste.

Die Sinne dieser Gruppe heißen Erkenntnissinne oder soziale Sinne.
9. Hörsinn

Der physische Sitz des Hörsinns sind die Ohren. Er vermittelt das Hören von Geräuschen, Tönen und Klängen. Hierfür benötigt ein Mensch relativ wenig Aktivität und Wachheit. Alle Klang- und Geräuscheindrücke sind einmalig, sie sind vergänglich. Ein Bild kann immer wieder angeschaut werden. Ein Ton ist nur im Erklingen wahrnehmbar. Durch das Verklingen entzieht sich dieser Ton für immer dem Wahrnehmungsfeld. Es kann nun nur noch ein gleicher Ton neu erklingen. Das macht alles Gehörte authentisch und „echt“. Sinneseindrücke von dieser Echtheit hat der Hörsinn nur mit den noch über ihm stehenden Sinnen gemeinsam. So sensibel wie manche Menschen auf unangenehme Geräusche reagieren, so heilsam können Wohlklänge sein. Hochsensible Menschen können insbesondere klassische Musik. insbesondere Bach, Händel, Haydn, Mozart zur Psychohygiene nutzen. Aber auch Singen, Erzählen und Vorlesen tut vielen Hochsensiblen sehr gut.

10. Sprachsinn

Der physische Sitz der Sprache sind der Kehlkopf und die angrenzenden Organe. Der Sprachsinn geht aber über das eigentliche Sprechen und Hören von Sprache weit hinaus. Er ermöglicht es uns, viele Ebenen der Kommunikation gleichzeitig wahrzunehmen. Mit dem Sprachsinn nehmen wir Worte (oder auch Schreie, Stöhnen oder Lachen) als kommunikative Geräusche wahr und bringen sie in Zusammenhang mit Mimik, Gestik und anderen nonverbalen Kommunikationsformen. Die Wahrnehmung des Sprach- oder Wortsinnes ist eigentlich das Verstehen. Aus dem gehörten Geräusch oder Ton können wir durch Verstehen heraushören, ob es sich um Buchstaben, Silben oder Worte handelt. Wir wissen, dass es sich um mehr als ein bloßes Geräusch handelt, und wir erkennen Laute. Der Wortsinn lässt uns ebenfalls wahrnehmen, ob es sich auf einem Papier um ein sinnloses Gekritzel oder Buchstaben und Zeichen handelt. Dieser Sinn bezieht sich in all seiner Wahrnehmung auf das rein Menschliche.

11. Der Gedankensinn

Mit dem Gedanken- oder Begriffs-Sinn kann der Mensch Gedanken anderer wahrnehmen. Wir erkennen sie einmal aus dem Zusammenhang des durch den Wortsinn Wahrgenommenen. Das Erfassen einzelner Buchstaben als Begriff und das Verhältnis der Begriffe oder Symbole zueinander lässt dann den Gedanken des anderen Menschen erkennen. Die Lautsprache vermittelt jedoch zunächst nur die Worte. Wir müssen den Gedanken einen Sinn geben: Durch den Gedanken-Sinn. Viel mehr als durch die Sprache kann das Gedankenleben eines anderen Menschen im Unausgesprochenen nachempfunden werden: In Mimik und Gestik, durch die Körperhaltung und durch die ganze Art des Gegenübertretens. Diese Dinge, die viel mit Empathie zu tun haben, nehmen wir über den Gedankensinn wahr. Je sensibler und sensitiver ein Mensch ist, umso mehr kann er die Gedanken der anderen Menschen wahrnehmen. Einfach indem er einem anderen Menschen gegenüber tritt, kann er unmittelbar innerlich nachfühlen und nachleben, wie es ihm ergeht. Das ist nicht immer gewünscht und auch nicht immer leicht. Das Erfassen von Gedanken „hinter“ den Worten kostet Kraft und erfordert ein recht hohes Maß an Wachheit.

12. Der Ich-Sinn

Noch einen Schritt weiter geht der Ich-Sinn. Der Ich-Sinn bildet sich infolge der Tast- und Berührungswahrnehmung an der eigenen Körpergrenze als Organ zur Gesamtwahrnehmung des anderen. Ursprünglich waren wir veranlagt, in viel feinerer Weise das Ich des anderen Menschen innerlich zu verspüren, denn der ganze Mensch ist Ichsinn-Organ. Der Ich-Sinn vermittelt Wesenserfahrung, unmittelbares Erleben und Erkennen des anderen Menschen als „Ich“. Es ist die Fähigkeit, einen anderen Menschen wie sich selbst zu empfinden, ihn als ein anderes Ich wahrzunehmen. Aus der Gesamterscheinung und Anwesenheit des Anderen, aus seinen Gedanken, Taten und Bewegungen seinen Charakter direkt zu empfinden, seine besondere persönliche Art wahrzunehmen, das macht die Kraft der Empathie, der Ich-Sinn. Die Grundlage für das Wahrnehmen eines anderen Ichs ist das eigene Selbstbewusstsein, das über die ersten Sinne entsteht. So spannt der höchste aller Sinne ein Bogen zurück zum Beginn der Sinnesleiter.

Der Ich-Sinn ist der am wenigsten entwickelte Sinn der meisten Menschen. Viele Hochsensible und Hochsensitive Menschen verfügen über wunderbar feingestimmte obere Sinne. Diese sind in ihren Aktivitäten ausschließlich auf die Äußerungen der Mitmenschen ausgerichtet. Im Gegensatz dazu sind die unteren Sinne hauptsächlich auf die Wahrnehmungen der eigenen Körperlichkeit bezogen.

Die oberen Sinne werden auch die geistigen Sinne genannt.

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